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Geld verdienen mit der eigenen Website - Teil 2 - Wie Google die AdSense-Publisher verarscht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robbz   
Samstag, den 16. Mai 2009 um 09:27 Uhr

Google sperrt AdSense Accounts!Wer meinen Artikel "Google AdSense in Joomla Webseiten einbinden" gelesen hat, der wird wissen, dass ich bis vor ein paar Wochen noch die Google-Werbung auf meiner Homepage eingebunden hatte. Mit sehr großem Erfolg, wie ich selbst verwundert feststellen durfte :) Schon nach 2 Monaten war ich kurz davor 100 Euro allein durch Klicks zu erreichen. An dem Tag, an dem per Post die Pin zu mir kam (die man zum Freischalten der Zahlungen eingeben muss) wurde mir plötzlich per Email mitgeteilt, dass mein AdSense-Account gesperrt wird - Klickbetrug hieß es nur. Keine weitere Begründung oder Hinweise, die mir helfen würden, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Ich war stinksauer!

In der Mail hieß es nur, dass Google das Recht habe einen Account einfach so ohne Angabe von Gründen zu sperren. Das steht so in den AGBs. Na toll, wer rechnet denn damit, dass genau sowas auch passiert? Weiterhin stand geschrieben, dass man ein Einspruch-Formular ausfüllen könne, um den Account wiederherzustellen.

Das habe ich auch gemacht, nur standen da teilweise sehr komische Fragen, von denen ich garnicht wußte, wie ich dir beantworten soll. Zum Beispiel "Verdächtige IPs", oder "Logeinträge des verdächtigen Zeitraum" - Hallo?? Was meint ihr denn damit, ihr Google-Leute?

Wut auf Google! Benutzt lieber YahooNach dem Ausfüllen des Formulars habe ich mal ein bißchen geyahooed (ganz recht, Google verwende ich nicht mehr!) , um rauszufinden, ob das auch anderen schon passiert ist. Und tatsächlich - anscheinend sogar ziemlich vielen Leuten (vorwiegend privaten Bloggern). Das Witzige an der ganzen Sache ist, dass der Betreiber der Website einen Auszug aus seinen Serverlogs an Google schicken soll, in der die verdächtigen IPs aufgeführt werden. Diese Daten kann aber nur Google haben, da die Werbung ja per Iframe eingebunden wird. Ich selbst kann also zu keiner Zeit feststellen, wer einen der AdSense-Links anklickt. Wie soll ich also so eine Log-Datei für Google zusammenstellen??

Btw: Google kennt schon so viel von uns: unsere Emails (googlemail), unsere Standorte (googlemaps), unsere Suchbegriffe (google), unsere Einkaufswünsche (froogle), unsere Termine (google kalendar) und jetzt will Google auch noch meine Serverlogs haben? Nein danke!!

 

Und weiter?

4 Wochen später habe ich auf meinen Einspruch immer noch keine Meldung bekommen. Vermutlich wird auch das Einspruchformular von Google AdSense lediglich automatisiert verarbeitet, so daß wirklich Unschuldige Personen keine Chance haben ihren Account und damit ihr bisher verdientes Geld jemals wieder zu bekommen.


Fazit

Ich finde diese Maßnahme von Google den Gipfel der Unverschämtheit! Statt dem Accountbesitzer erstmal darauf hinzuwiesen, dass das System eventuell Betrug festgestellt hat (übrigens gilt es auch schon als Betrug, wenn jemand völlig anderes öfter mal auf die AdSense-Links klickt - mehrere Tage hintereinander.. ohne Wissen des Publishers!), und dem Publisher somit eine Chance zu geben die Sache irgendwie zu klären, BEVOR es zur Sperrung kommt, wird hier direkt der komplette Account unzugängig gemacht - inklusiver aller vermutlich damit in Verbindung stehender Accounts. Das hatte zur Folge, dass ich nicht nur meinen AdSense-Account nicht mehr benutzen kann, sondern den meines Vereins ebenfalls nicht mehr, weil ich beide ja logischerweise immer vom selben Rechner aus verwaltet hatte!

 

Alternativen

Alternativen zu Google AdSenseAber es gibt Alternativen zu Google AdSense. Für Pay-per-Click eignet sich Contaxxe ganz gut. Auch AdKlick ist ein Dienst der für Clicks bezahlt. Dann gibt es noch das Partnernet von Amazon und die Ebay-Relevance-Ads (jeweils Pay per Sale). Ich werde demnächst ein paar Berichte über diese Betreiber schreiben, falls ihr euch schon jetzt dazu anmelden wollt, könnt ihr gerne einen dieser Links dafür verwenden:

Contaxe Pay per Click Anbieter


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 16. Mai 2009 um 10:04 Uhr
 

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Kommentare (6)
google ist durch bei mir
6 Freitag, den 26. Juni 2009 um 22:05 Uhr
moin

Bei mir gab es das selbe Theater. Ich habe die Schnauze von Google daher gestrichen voll. Da ich auf mehreren Websiten die verschiedensten Services von Google anbot, entfernte ich daraufhin alles von Google und bot Alternativen an. Google ist es in meinen Augen nicht einmal mehr Wert überhaupt erwähnt zu werden. Das ist ein Abzockerverein der keinerlei Unterstützung in Deutschland verdient hat. Daten sammeln über alles und jeden und Privatanwender bescheissen......... Nicht mit mir !!!!

!!! AMMI Go Home !!!!
Re: Ich will mal google verteidigen
5 Samstag, den 20. Juni 2009 um 16:32 Uhr
Robbz
Hi Martin. Danke für deinen Kommentar. Ist mal was anderes.
Sicher ist Google Adsense nicht schlecht, deshalb hab ich ja anfangs auch das Programm verwendet.

Und sicher ist es nötig von einem PPC-Anbieter gewisse Sicherheitsmaßnahmen zu verlangen, damit die Anwender von (in diesem Fall) AdWords nicht geschädigt werden.

Aber was mich dabei aufregt ist die Tatsache, dass mir garnicht bewusst war, was hier los ist, bis mein Account gesperrt wurde. Ich hatte vorher schon von Leuten gehört, die gutes Geld mit AdSense gemacht hatten, also hat mich der Betrag von 100 Euro in knapp 2 Monaten mehr gefreut als verwundert. Statistikmodule habe ich natürlich auch laufen, aber keine kann so präzise sein, dass sie Linkbetrug in einem IFrame aufdecken könnte.

Was mich dabei wirklich aufregt ist, dass Google den Account einfach so sperrt, ohne vorher zu warnen. Und wieso muss gleich der gesamte Account gesperrt werden? Reicht es nicht aus einfach nur das "verdächtige" Guthaben wieder zu löschen? Und was noch schlimmer ist: Ich hatte für einen Verein, in dem ich Mitglied bin unter einem anderen Google-Konto auch ein Adsense-Konto eingerichtet - natürlich beide vom selben PC aus gemanaged. Wieso sperrt Google auch den 2. Account??
Und wieso hat man keine vernünftige Möglichkeit sich dazu zu äußern? Man darf ein Formular ausfüllen, in dem Fragen stehen, die man garnicht beantworten kann, wenn man nicht weiß, worum es genau geht. Man hat die Möglichkeit Server-Logs an Google zu senden. Aber jemand, der da mal kurz drüber nachdenkt, wird das mit Sicherheit nicht machen, denn Google hat schon genug Daten von uns allen (EMails dank Googlemail, Fahrstrecken dank Googlemaps, Einkaufswünsche dank Froogle, Termine dank Google Kalendar, Suchbegriffe und noch weitaus mehr) - da werd ich denen bestimmt nicht noch sagen, wer wann was auf meiner Website gemacht hat.

Naja, ich bin ja schon gespannt, wann mich Google aus dem Index entfernt, nachdem ich hier mal meine Meinung geschrieben habe ;-)

Aber verstehst du jetzt, worum es mir geht und warum ich mich da etwas verarscht fühle? Ich bin ja bei weitem nicht der Einzige. Siehe Kommentar von Geibi, oder "Yahoo'e" mal nach dem Thema ;)
Ich will mal google verteidigen
4 Donnerstag, den 18. Juni 2009 um 18:46 Uhr
Wenn du mit dieser Seite, die ja einen guten Eindruck macht in 2 Monaten 100 Euro verdienen könntest, dann wäre das enorm viel, obwohl es vorkommen kann, wenn ein Thema ein echter Renner ist. Also hätte ich schon aus dem Eigeninteresse die IP's mitgeloggt. Google darf das in Deutschland nicht, wegen Datenschutz. Aber fast alle Statistikmodule können die IP's mitloggen. So daß du ja sehen kannst um 15 Uhr 21 kam jemand mit dem Suchwort zB Joomla und verschwandt auf der Seite Template umd 15Uhr23 Bei Google steht denn da nur Einnahme 0,20 € So und dann kannst du dir ja 1 und 2 zusammenrechnen, ob du gerade Google veräppelst oder nicht. Dass Google keine Webseiten jedenfalls mich nicht verarscht, kann man sehr schnell herausfinden, wenn du selber werbung schaltetes mit Adwords. wenn du zB pro klick 0,30 Cent zahlst und 15 Besucher von einer bestimmten Seite nur 0 Sekunden bleiben oder sich sehr merkwürdig verhalten, zb jede Sekunde eine Seite öffnen und dann verschwinden, dann wirst du sofort die Seite auf sperren setzen. Wenn das andere Webseitenbetreiber, die gerade bei dir die Werbung zu laufen hatten auch machen, bimmeln natürlich bei google die alamglocken. Ich würde an deiner Stelle einige Monate abwarten und dann schriftlich nocheinmal bei Google anfragen und darauf hinweisen dass du darauf achtest nicht anderen unnötige Kosten zu verursachen. google ist ja keine anonyme Firma. Am anderen Ende sitzt zum Beispiel ich und überlege ob sich dein Surfer bei mir lohnt. zb ob sein Verhalten zeigt, dass er interesse an meiner Seite hat.
Etwas anderes kann auch passiert sein: entweder du hast zu gute Freunde, die auch mal gerne geklickt haben. Das ist echt gefährlich und man muss den Freunden leider ausdrücklich sagen, laß die Finger von der werbung,wenn ihr kein Interesse an den Seiten habt. Das kann zB passiert sein, dass deine besucher dich mögen und dir zuliebe fleißig geklickt haben. Es gibt aber viele Möglichkeiten warum das schief gehen kann. Jedenfalls muss man die Einnahmen ständig kontrollieren, besonders wenn sie ungewöhnlich hoch sind. Nichts für ungut, aber ich finde google klasse.
Unfair
3 Montag, den 15. Juni 2009 um 10:47 Uhr
Und unfair finde ich, dass Google nicht einfach die ungültigen Klicks vom Gesamtertrag abzieht. Sagen wir bei 100€ sind 20 "Falschklicks" dabei, dann dürfte Google nicht die 100€ vom Konto löschen, sondern natürlich nur einen prozentualen Anteil.

Schön wäre auch noch zu klären, ob nach Löschung eines Kontos, den Buchern der Anzeigen das Geld von Google zurückerstattet wird, oder ob Google dann auch noch alles einsackt.

http://blog.geibi.de
Re: Unsinn
2 Freitag, den 29. Mai 2009 um 15:37 Uhr
Robbz
So ist es, Maik. Wir haben da absolut keine Möglichkeit zu tun, was Google von uns "verlangt". Aber selbst wenn, ich schicke denen doch nicht auch noch meine Server-Logs! Damit die noch mehr Daten zu ihrer imensen Sammlung hinzufügen können? Nenene.

Schauen wir mal, wie viele Publisher Google noch vergraueln muss, bevor es sich merklich auf die AdWords-Kampagnen auswirkt, weil Werbeplätze fehlen.
Unsinn!
1 Freitag, den 29. Mai 2009 um 08:00 Uhr
Das Witzige an der ganzen Sache ist, dass der Betreiber der Website einen Auszug aus seinen Serverlogs an Google schicken soll, in der die verdächtigen IPs aufgeführt werden. Diese Daten kann aber nur Google haben, da die Werbung ja per Iframe eingebunden wird.


Also so einen Unsinn habe ich ja lange nicht mehr gehört! Wenn du etwas per Iframe einbindest müssen die leute ja auch vorher auf deine Seite.

Solltest du natürlich zaubern können und Iframes anzeigen können ohne Spuren auf dem anzeigenden Server zu hinterlassen, würde ich gerne wissen wie ;)
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